SUP mit Hund und Dog Pad

12.05.2020

Anne und ich haben keinen Hund. Wir fahren Touren mit dem SUP, schnelle und ausdauernde, auch mit Gepäck. Wir wissen wie es ist, wenn man mit 20 Kilo Zuladung fährt. Wir wissen nicht wie es ist, wenn sich diese Zuladung plötzlich bewegt, vom Board springt, von vorne nach hinten läuft, zwischen den eigenen Beinen durch und wieder zurück ...

Aber wir haben uns intensiv mit Menschen ausgetauscht, die mit ihrem Hund SUPen. Oder die es zumindest versuchen 😊 Viele kommen zu uns in den Shop und möchten ein Board, mit dem sie mit dem Hund zusammen paddeln können. Und wir stellen fest: so verschieden die Hunde und Menschen dazu sind, so verschieden sind auch deren Erfahrungen, Meinungen und Wünsche zum Thema.

Der Alle vereinende Wunsch ist es: der Hund möge stillhalten, an dem zugewiesenen Platz bleiben und die Fahrt genießen, vor allem wenn er groß ist, bitte! Eine Paddlerin befestigt aus diesem Grund gar einen Wäschekorb vorne auf ihrem Board und platziert ihren Hund darin. Denn der liebt das Wasser sosehr, dass er permanent hineinspringt. Ihn dann wieder zurück auf seinen Platz zu bekommen ist mühselig, zumal er sofort wieder hineinspringt sobald es geschafft ist ... Andere stellen fest, dass die Krallen deutlich sichtbare Spuren auf dem Board und auf dem Pad Material hinterlassen. Was bei einem neuen Board natürlich schade ist. Oder der Hund rutscht auf dem nassen, glatten Material und findet keinen Halt, wenn das Padmaterial nicht bis nach vorne zur Nase geht.

„You talkin' about me?“

Da sich diese gemeinsame Beschäftigung von Mensch und Hund aufgrund der in der Natur der Sache liegenden, gleich getakteten Fortbewegungsgeschwindigkeit sehr gut anbietet, haben wir uns Gedanken um eine Lösung gemacht. Uns ist klar, dass es bei allen unterschiedlichen Eigenschaften von Mensch und Hund keine Lösung gibt, die für alle genau richtig ist und alle Probleme löst.

Aber das „Dog Pad“ scheint schon ein ganz guter Ansatz zu sein:

Ein Hund sucht sich doch immer ein gemütliches Plätzchen? Was, wenn man ihm das auf dem Board einfach einrichtet und das auch noch das Board schützt? Das war die Initialzündung zum „Dog Pad“: Das Pad ist aus robustem, waschbarem Cordura genäht. Es ist gepolstert. Die Ränder sind sauber gesäumt. Die Länge beträgt 120 cm. Auf der Unterseite befinden sich Haken, die an auf dem Board montierten D-Ringen sowie am Griff befestigt werden können.

Perfekt abgestimmt ist das Dog Pad auf das Lite Venture Inflatable SUP „ULTRA“: dieses Board hat vorne insgesamt 9 D-Ringe. Das Pad zieht sich von der Spitze bis kurz vor den Bereich der Standflächen. Hier wird das Pad straff an dem Griff gespannt und sitzt insgesamt gut auf dem Board. Das Board selbst ist optimiert als sportliches Touring Board, das schnelle Touren ermöglicht, aber auch bei höherer Zuladung steif und stabil bleibt. Das Board gibt es in zwei Längen 11'6" x 31" und 12'6"x30" - bei beiden Boards passt das Pad vorne optimal drauf und deckt den Bereich des Boards ab, der nicht mit Padmaterial beklebt ist.

Soviel zur Theorie. Wir haben es getestet: mit Cooper, einem ziemlich großen Brocken mit 43 Kilo, 3 Jahre alt. Cooper hat bereits SUP-Erfahrung. Er will wohl nicht immer mit gleicher Begeisterung auf das Board, lässt sich diesmal aber mit Leckerli davon überzeugen. Das Dog Pad scheint ihm zuzusagen, zumindest nimmt er genau darauf Platz und drapiert elegant seine langen Vorderbeine übereinander. Sein Blick sagt: Na gut, man möge ablegen 😎

Und das Gespann legt ab. Es nimmt nach kurzer Eingewöhnung von Coopers Besitzerin Valerie an das Board auch richtig Fahrt auf. Das Tierchen bleibt in der Zeit auf dem Pad liegen, bis das Gespann wieder am Ufer anlandet.

Wir erwarten gespannt das Feedback: möglicherweise trägt das Pad dazu bei, dass Cooper auf dem Board still hält? Zunächst scheint es der Fall zu sein. Irgendwie wirkt das ja auch wie sein Platz-Deckchen, nicht? Bei voller Fahrt will er allerdings nicht soweit vorne liegen, da das Wasser am Bug hochspritzt, das mag er nicht und zieht sich daher weiter nach hinten zurück in Richtung Boardmitte. Bei seiner Größe liegt er dann nicht mehr komplett auf dem Dog Pad, sondern teilweise auf dem Fußpad des Boards. Bei seinem Gewicht stabilisiert diese Lage das Board aber auch besser, da der Schwerpunkt sich mehr in der Mitte befindet.

🐶

Fazit: Grundsätzlich ist das Dog Pad eine gute Lösung, denn es verdeckt die unbequemen D-Ringe und das Bungee, bildet eine ebene, gepolsterte Fläche, schützt das Board und verrutscht nicht während des Paddelns. Ob das Pad nun dazu beiträgt, ob der Hund dort bleibt, wo man ihn haben möchte? Das wird sicher auch vom Wesen des Hundes abhängen und lässt sich nicht für alle belegen.

Eine Anmerkung zum Board Lite Venture ULTRA: Die Pads mancher Boards decken das gesamte Board ab, in diesem Fall ist ein ergänzendes „Dog Pad“ dann nicht unbedingt notwendig. Da ein durchgehend geklebtes Pad das Board auch schwerer macht und im allgemeinen durch den Fahrer an dieser Stelle nicht benötigt wird haben wir fest verklebtes Pad Material beim ULTRA bewusst nor dort eingesetzt, wo der Fahrer es braucht: im Bereich der Standfläche und am Kickpad.

Das Board lässt sich flott bewegen und verhält sich nach etwas Eingewöhnung stabil. Wer sonst ein breiteres Board fährt, muss sich an das neue Balance-Gefühl gewöhnen, kann jedoch flotter Paddeln und hat mit dem Lite Venture ULTRA ein Board, mit dem es sich auch ohne Hund mal richtig sportlich Paddeln lässt. Allerdings kommt es mit einem so großen Hund wie Cooper schon an die Grenze. Wer weniger sportlich ist oder einen schweren Hund hat, der sich unruhiger verhält als unser Testkandidat sollte es in Ruhe ausprobieren und mit einem breiteren Board vergleichen.

🐶

Und was passiert mit Anne nach all der Erfahrung? Durch die vielen positiven und auch lustigen Begegnungen mit Hunden und ihren Besitzern kommt sie doch immer wieder selbst auf den Hund und liebäugelt nun tatsächlich auch mit so einem Tierchen. Wartet's ab - vielleicht ist eine von uns auch bald mit sechs Pfoten auf dem Board unterwegs ...

🙈


Über den untenstehenden Link geht's zum Dog Pad. Übrigens: Alle unsere Boards und Produkte können getestet werden. Wir legen Wert darauf, dass jeder die Möglichkeit bekommt, es vor dem Kauf auszuprobieren. Ruft uns an, schreibt, kommt im Shop vorbei oder vereinbart einen Termin. Wir freuen uns!


Und hier gehts zum Board ULTRA iSUP – dem schnellen Touring Board, das auch Hunde (oder Tourengepäck) transportieren kann – in zwei Größen und in drei Farbkombinationen erhältich: